Sprachfehler und Artikulationsstörungen: Lispeln, Nuscheln & Co

Sprachfehler wie lispeln und nuscheln lassen sich auch im Erwachsenenalter logopädisch behandeln.

Häufige Sprachfehler und Artikulationsstörungen sind das Lispeln, das Nuscheln und ein zu hohes Sprechtempo. Sie führen einerseits zu Verständnisproblemen bei den Zuhörern, andererseits zu einer Verunsicherung des Sprechers. Sprachfehler lassen sich nicht nur bei Kindern, sondern auch im Erwachsenenalter meistens erfolgreich behandeln.

Sigmatismus: Lispeln bei Erwachsenen

Das Lispeln ist einer der häufigsten Artikulationsfehler bei Erwachsenen. Es handelt sich dabei um eine Fehlbildung des s-Lautes, die durch eine Fehlstellung der Artikulationsorgane verursacht wird. Das Lispeln lässt sich auch bei Erwachsenen in der Regel gut behandeln.

Plötzlicher Sprachverlust nach Schlaganfall

Plötzlicher Sprachverlust durch Aphasie. Sprachtherapie unterstützt die sprachliche Reorganisation nach Schlaganfällen.

Ein plötzlicher Sprachverlust nach einem Schlaganfall trifft Patienten wie aus heiterem Himmel. Menschen kommunizieren von der ersten Minute ihres Lebens an und eine Sprachlosigkeit ist kaum vorstellbar. Wenn uns diese von einem Moment zum nächsten genommen wird, dann ist dies meistens ein einschneidendes und belastendes Ereignis. Sowohl für den Patienten, als auch für die Angehörigen ändert sich vieles. Den Blick nach vorne zu richten bedeutet, die Krankheit anzunehmen und die Hoffnung nicht aufzugeben. Denn besonders in den ersten Wochen nach einem Schlaganfall führt die Heilung zu einer Rückbildung der Sprachstörung. Die Sprachtherapie ist in dieser Krankheitsphase besonders wichtig, da sie den Patienten darin unterstützt weiter zu kommunizieren und in Kontakt zu bleiben.

Fazialisparese – Gesichtslähmung

Eine Fazialisparese ist eine meist einseitige Gesichtslähmung. Sie führt meistens zu einer vollständigen Bewegungsunfähigkeit einer Gesichtshälfte und zu einem asymmetrischen Gesichtsausdruck aufgrund der reduzierten Muskelspannung. Fazialisparesen sollten möglichst frühzeitig logopädisch behandelt werden, um die Regeneration der Gesichtsmotorik zu unterstützen.